BMW M5: Turbos statt Zylinder
Bis 1.500 Touren könnte man noch glauben, man säße in einem vernunftsbetonten Dienstwagen für Manager der mittleren Ebene. Wird dieser Tourenbereich allerdings passiert, geht im stärksten M5 aller Zeiten allerdings sowas von die Post ab, dass einem Hören und Sehen vergeht - wie unser Kollege Philipp Stalzer erfahren hat.

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217 Euro kostet der neue BMW M5 - pro PS.
Wie viel Wahnsinn passt eigentlich in eine Businesslimousine? Dieser Frage ging autonet.at am Steuer des neuen BMW M5 nach. Als kleinen Vorgeschmack: in jede Generation noch mehr! Rund um die Heimatstadt des bayrischen Herstellers wurden Landstraßenkurven eng und Autobahnen plötzlich sehr schmal, als sich die schier unfassbare Kraft der neuen Langstrecken-Waffe der M GmbH in Geschwindigkeit umwandelt. Und zwar so vehement, wie es noch nie zuvor der Fall war.
Bruch mit Traditionen
Das mag einerseits daran liegen, dass die Leistung nun 560 PS beträgt und somit den Vorgänger mit 507 PS doch deutlich übertrumpft. Andererseits, und vermutlich auch hauptsächlich, liegt es aber daran, dass der neue M5 eine lang gehegte Tradition über Bord wirft. Nämlich die des Saugmotors. Im M5 der vorigen Baureihe war noch ein besonders aufwändiger 10-Zylinder Motor mit Genen aus dem Motorsport für standesgemäßen Vortrieb verantwortlich, der bedauerlicherweise dem Downsizing und Abgasnormen zum Opfer gefallen ist. Aber die M GmbH wäre nicht selbige, wenn die Ingenieure nicht aus der Not eine Tugend gemacht hätten. Zwar war bis vor einigen Jahren die Turboaufladung in einem "M"-Fahrzeug kein Thema, doch stetiger Fortschritt hat den auch imagemäßig schwierigen Schritt vom Saugmotor weg attraktiv gemacht. Und nach einer Testfahrt ist sonnenklar: mehr als attraktiv!
Rückschritte natürlich nicht erlaubt
Durch die Anordnung der Abgasseite des Motors und daraus folgend auch der Turbos im Zylinder-V des nun wieder Achtzylindermotors ist das Ansprechverhalten vorbehaltlos mit dem eines Saugers zu vergleichen. Etwaige aufkeimende Skepsis wird die Probe aufs Exempel im Keim ersticken. Zusätzlich ergeben sich durch die Aufladung nicht nur keine Nachteile, sondern gar zwei entscheidende Vorteile: ein Drehmomentberg, vor dem die Eiger Nordwand vor Neid erblasst und ein für diese Fahrzeugklasse schon fast surreal erscheinender Verbrauchswert, dazu aber später mehr. Zuerst möchten wir noch den Reifen an unserem Testwagen unser aufrichtigstes Beileid kundtun. Ab 1.500 Umdrehungen, also eigentlich beinahe vom Stand weg, stehen 680 Newtonmeter zur Verfügung. Dieser Wert hält sich bis 5.700 Umdrehungen, wo nahtlos die vollen 560 PS Leistung übernehmen und gefühlsmäßig endlos (in Wahrheit bis 7.200 rpm) und ohne jede Ermüdungserscheinung oder durch Gangwechsel gestört mit roher Gewalt die Antriebsräder an der Hinterachse malträtieren.
BMW M5: Sakra!
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Der Kenner identifiziert ihn sofort – f...
DruckenSenden25.11.2011
von
Philipp Stalzer