BMW 3er Touring: Keine Seifenkiste!
Im Herbst wird die 3er-Reihe durch den Touring erweitert.Wir konnten ihn einer ersten Probefahrt unterziehen und fanden dabei Freude am Fahren und die wohlriechendste Seife der Welt.


Theoretisch passen 1500 Liter Seife rein. Es wäre aber sehr klebrig und zu schwer.
Die Gesamtlänge des Fahrzeuges hat um 97 mm zugenommen, der Radstand um 50 mm. Davon profitieren sowohl die Passagiere als auch das Ladevolumen. Letzteres beträgt im Touring 495 Liter und lässt sich durch Umlegen der im Verhältnis von 40:20:40 geteilten Rücksitzbank auf 1.500 Liter erweitern.
Um das Einladen zu erleichtern verbaut BMW im 3er Touring serienmäßig einen Elektromotor für die Heckklappe. Optional lässt diese sich auch berührungslos öffnen, indem man mit dem Fuß einen Bewegungssensor unter der Heckstoßstange aktiviert. Und ganz BMW-typisch lässt sich auch die Scheibe separat öffnen.
Ganz Liniengetreu
Den Touring gibt es, wie auch die Limousine, neben der Basisausstattung in vier weiteren Ausstattungsvarianten. Sport Line, Luxury Line und Modern Line, sie kosten je 1.600 Euro, stehen dabei für drei unterschiedliche Charakterausprägungen. In jeder Variante gibt es aufeinander abgestimmte Ausstattungs-, Material- und Farbdetails. So werden z.B. die Sitze bei der Sport Line von roten Ziernähten geschmückt, es gibt rote Akzente im Cockpit, Aluminium-Einstiegsleisten auf denen „BMW Sport“ steht und – ganz wichtig wenn man das Auto einmal nicht dabei hat – auch den Autoschlüssel ziert ein roter Streifen. Als vierte Variante ist das M Sportpaket erhältlich. Hier bekommt man abgesehen von passenden Farben und Sitzen auch ein Sportfahrwerk und ein Aerodynamik Paket. Mit 3.790 Euro kostet es aber mehr als doppelt so viel wie die anderen Ausstattungspakete.
Motorenpalette
Zur Markteinführung im September stehen vorerst nur drei Triebwerke zur Auswahl. Der 320d mit 184 PS, der 330d mit 258 PS und der 328i mit 245 PS. Im November folgen die anderen Motoren, die alle auch mit Automatik erhältlich sind: 316d mit 116 PS, 318d mit 143 PS und 320i mit 184 PS. Alle Motoren sind serienmäßig mit Start-Stopp-Automatik ausgestattet. Wählt man zusätzlich noch den ECO PRO Modus aus, kann der Verbrauch noch weiter verringert werden. Dabei ergibt sich ein Normverbrauch von 4,7 Liter Diesel auf 100 km für den 320d, mit der Automatik werden es noch 0,1 Liter weniger. Ein halber Liter mehr ist es beim 330d, den es nur automatisch geschaltet gibt. Der Verbauch des handgeschalteten 328i schlägt mit 6,8 Liter zu Buche, die Automatikversion ist um 0,3 Liter sparsamer.
Stark und duftend
Bei unserer ersten Testfahrt um den Starnberger See konzentrierten wir uns weniger auf die Sparsamkeit als auf den Durchzug des Motors. Der Vierzylinder-Motor mit Twinpower Turbo leistet 245 PS und erzeugt ein maximales Drehmoment von 350 Nm, welches zwischen 1.250 und 4.800 U/Min zur Verfügung steht. Die 8-Gang-Automatik von ZF bringt die Kraft wunderbar auf die Straße und schaltet dabei schnell und sanft. In 6 Sekunden beschleunigt der Kombi auf 100 km/h und macht erst bei 250 Sachen Schluss. Aber auch nach einer ersten Überprüfung dieser Fahrdaten, teilweise auf der deutschen Autobahn, lag der Verbrauch des 328i nicht über 9 Liter. Noch mehr überraschte uns nur, beim Zwischenstopp die wohlriechendste Seife der Welt vorzufinden (Leider ohne Foto).
Preise
Der 328i Touring startet im September ab 41.700 Euro. Im November kommt dann auch das Einstiegsmodell, der 316d, zu Preisen ab 33.500 Euro. Die Preise können durch die Sonderausstattung noch spielend erhöht werden. Bei Extras wie einem Head-Up-Display, einer Harman Kardon Soundanlage, diversen Assistenten die das Spurhalten und die toten Winkel überwachen, ist man oft versucht das eine oder andere Kästchen anzukreuzen. Und wer weiß, vielleicht gibt es von BMW auch einmal Seife.
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DruckenSenden15.07.2012
von
Christoph Adamek
Schon gefahren
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