Der neue Diesel-CX7 im Intensivtest. Ein rundum gelungener SUV ohne Protzallüren. Der durchzugstarke Commonrailer, das dynamische Outfit, die hohe Qualitätsanmutung und die gemäßigte Preisgestaltung geben starke Kaufanreize.
SUV-Baching ist en vogue dieser Tage: die dicken Dinger werden als Quell allen klimatischen Übels, als (tatsächlich gehört) "häßliche Fratze des Neoliberalismus" desavouiert, mit Stinkfingern bedacht (
www.fuh2.com) und, wenns hoch kommt, kurzerhand angezündet (etwa in Berlin und Paris). Präsumtive Full-Size-SUV-Kunden verlagern ob dieser vergifteten Atmosphäre ihre Allrad-Begehrlichkeit auf kompaktere und mit sparsameren Motoren ausgestattete Modelle und die Branche beschickt diese mit Verve - Stichwort
BMW X1,
Mitsubishi ASX,
Mercedes GLK oder der kommende
Audi Q3. Abstriche beim Platzangebot werden zugunsten eines gesellschaftsfähigeren Auftritts in Kauf genommen. Allen, die dazu nicht bereit sind, sei eine Alternative ans Herz gelegt, und die nennt sich Mazda CX7 CD173.
SUV mit SportsgeistDer nun in der zweiten Generation bedieselte Japan-SUV misst in der Länge exakt 4,7 Meter. Damit ist der CX7 das perfekte Mittelding zwischen einem Kompakt- (~ 4,5 Meter) und Kingsize-SUV (ab 4,8 Meter). Dazu kommt, dass er ob seines dynamischen Schnittmusters kaum Assoziationen mit waidmännischen, in der Stadt eher deplaziert wirkenden Belangen weckt. Der niedrige Aufbau (1,6 Meter), die äußerst flache Windschutzscheibe und das sich extrem nach hinten verjüngende seitliche Fensterband sprechen eher den Sportsgeist im geneigten Automobilisten an.
Knackiges HandlingDass die sportive Optik kein leeres Versprechen ist, stellt sich am Steuer des CX7 alsbald heraus. Da ist zum einen die Sitzposition: zwar leicht erhöht, aber im Endeffekt doch eher mit jener einer Limousine, beziehungsweise eines Kombis zu vergleichen, denn mit der eines ruralen Klettermaxis. Dem dynamischen Gestus des CX7 entsprechend ist auch das 6-Gang-Getriebe ausgelegt: via kurzem, gut in der Hand liegendem Stick schaltet und waltet es sich knackig und präzise - wie nicht anders gewohnt von Mazda. Die Lenkung gehorcht Befehlen direkt und ohne Umschweife und das Fahrwerk verrichtet seine Arbeit straff und somit bar jeglicher Schaukelei. Derart abgestimmt treibt es einen im CX7 eher auf kurvige Landstraßen, denn ins Unterholz.
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