Eine Lösung des Problems mit dem steckenden Gaspedal ist gefunden. Nächste Woche kommen die ersten Ersatzteile.
Die Aufregung in den letzten Tagen war groß. Ausgehend von den USA ist Toyota mit der größten Rückrufaktion der Firmengeschichte konfrontiert. In einigen Fahrzeugen sind Probleme mit dem Gaspedal aufgetreten. Dabei ist das Pedal stecken geblieben oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückgekehrt. In manchen Fällen ist es dadurch zu schweren Unfällen gekommen. Da es sich beim Gaspedal um ein Teil handelt, dass von einem Zulieferer kommt und in einer Reihe von Modellen zum Einsatz kommt, ist eine große Anzahl von Fahrzeugen betroffen – die Zahlen gehen bis acht Millionen Autos. In Europa sind bis dato keine Unfälle in Zusammenhang mit einem Problem beim Gaspedal bekannt. Trotzdem reagiert man auch bei Toyota in Europa und schickt vorsorglich eine Reihe von unterschiedlichen Modellen zurück zu den Händlern.
In Österreich sind fast 35.000 Toyota-Modelle betroffen Heute hat Toyota bekannt gegeben, dass eine Lösung für das Problem gefunden wurde und man dabei ist die Durchführung der Rückrufaktion zu planen. In der kommenden Woche werden die ersten Ersatzteile in Europa erwartet. Danach kann mit dem Umtausch der fehlerhaften Teile begonnen werden. In Europa könnten bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge betroffen sein. 34.776 Fahrzeuge davon sind in Österreich zugelassen. In einigen Fällen sind auch die Marken Peugeot und Citroën betroffen. In einem tschechischen Werk laufen die Modelle Peugeot 107 und Citroën C1 gemeinsam mit dem Toyota Aygo vom Band. Die Kunden dieser Fahrzeuge werden ebenfalls demnächst per Post verständigt und in die Werkstatt gerufen.
Welche Toyota-Modelle sind nun direkt von der Rückholaktion betroffen? - Aygo (Produktionszeitraum: Februar 2005 bis August 2009)
- iQ (November 2008 – November 2009)
- Yaris (November 2005 – September 2009)
- Auris (Oktober 2006 – 5. Jänner 2010)
- Corolla (Oktober 2006 – Dezember 2009)
- Verso (Februar 2009 – 5. Jänner 2010)
- Avensis (November 2008 – Dezember 2009)
- RAV4 (November 2005 – November 2009)
Besitzer dieser Fahrzeuge werden in den kommenden Tagen Post von Toyota bekommen und zum Besuch in der Werkstatt aufgerufen werden. Die Kosten für die Umtauschaktion werden natürlich von Toyota getragen. Für alle neu vom Band laufenden Modelle der betroffenen Baureihen besteht kein Grund zu einem Produktions- oder Verkaufsstopp, da die Produktion bereits dahingehend geändert wurde, dass es zu keinem Problem mit dem Gaspedal kommen sollte.
Vorgangsweise bei steckendem Gaspedal
In der Zwischenzeit können die Besitzer eines betroffenen Fahrzeuges mit demselben weiterfahren. Sollte es tatsächlich zu einem Problem mit einem steckenden Gaspedal kommen, empfehlen Toyota und die Automobilclubs folgende Vorgangsweise: bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe sofort auskuppeln, den Leerlauf einlegen und das Fahrzeug kontrolliert abbremsen. Anschließend den Motor abstellen. Bei Fahrzeugen mit Automatik-, Multi-Mode- oder CVT-Getriebe den Wählhebel in Neutralstellung bringen und dann ebenfalls das Fahrzeug kontrolliert abbremsen und danach sofort den Motor abstellen.