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Schon gefahren

Kia Sportage: Schon gefahren

Grau und unscheinbar war einmal. Der Sportage III tritt extrovertiert, modern und selbstbewusst auf und lehrt etablierten Kompakt-SUV-Vertretern das Fürchten. Wir sind den Koreaner mit Allrad-Technik "developed in Austria" zwei Monate vor Marktstart gefahren.

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Mit Sicherheit eine der augenfälligeren Erscheinungen am Kompakt-SUV-Markt: der neue Kia Sportage. Marktstart ist im September zu Preisen ab 26.290 Euro. Günstiger wird´s erst Ende des Jahres mit der Ankunft der kleineren Motoren.  
Kia-Pressemann Gilbert Haake bringt es auf den Punkt wenn er sagt: „Die beste Investition von Kia war jene in den Designer Peter Schreyer“. Der Deutsche, vormals bei Audi, leitet seit 2006 die in Frankfurt situierte Designabteilung des koreanischen Konzerns und hat der Marke in diesen vier Jahren ein komplett neues Gesicht samt Image verpasst. Aus dem vormals optisch wenig vorteilhaften Entlein wurde, wenn schon kein Schwan, ein attraktives, modernes Federtier allemal. Jüngster Wurf des 57-Jährigen ist der Kia Sportage in dritter Generation, der, was die Optik betrifft, zum Spannendsten gehört, was die Autobranche im Segment der Kompakt-SUV derzeit zu bieten hat.

Auffallend selbstbewusst
Das in den letzten Jahren durch Erfolgsmodelle wie den C´eed, Sorento oder Venga kräftig erstarkte Selbstbewusstsein der Marke spiegelt sich im neuen Sportage ganz deutlich wider. Der Korea-SUV schiebt eine bullige Front mit großem, chromgerahmtem Kühlergrill, schnittigen Scheinwerfern samt LED-Tagfahrlicht und markant gestylter Frontschürze vor sich her. Von der Seite sorgt eine hohe Schulterlinie für stattlichen Auftritt, das schmale Fensterband und die nach hinten abfallende Dachlinie fügt dem Gesamtbild einen wohldosierten Schuss Dynamik zu. Zum sportlichen Eindruck trägt auch die, trotz eines Längenwachstums von neun Zentimetern, um sechs Zentimeter abgesenkte Dachkante bei. Die hoch angesetzten, großen Rückleuchten und das klein dimensionierte Fenster geben dem Heck des Sportage III einen eigenständigen Charakter. Wer es dann doch gerne etwas konservativer mag, der kann sich immer noch an das Schwestermodell des Kia Sportage, den Hyundai ix35 halten.

Hochwertig und durchdacht
Dem extrovertierten Äußeren des Sportage steht ein klar gegliedertes, aufgeräumtes und übersichtliches Interieur gegenüber. Die Materialien sind hochwertig und mit Bedacht im Werk in Zilinia in der Slowakei assembliert. Besonders hochwertig wirkt das Cockpit mit der ab der zweiten Austattungslinie „Motion“ serienmäßigen elektronische Klimaanlage und dem 7-Zoll-Touchscreen. Letzteres kostet allerdings mit Navigationssystem und Rückfahrkamera 2.100 Euro Aufpreis. Die Sitze sind straff gepolstert und der Stoffbezug wirkt robust und widerstandsfähig. Leder gibt es ab der Top-Ausstattung „Active Pro“. Ein nettes und vor allem in dieser Klasse neuartiges Detail sind die beheizbaren Fondsitze (ab „Active“). In Viererbesetzung lässt es sich sehr kommod reisen. Der fünfte Platz in der Mitte der Fondbank taugt allerdings nur für kurze Wegstrecken, wie der Autor dieser Zeilen an eigenem Leib feststellen musste. Der Kofferraum fasst 564 Liter und somit um 15 mehr als im Sportage II. Die Rücksitzlehnen können bequem vom Kofferraum aus umgelegt werden wodurch sich ein maximaler Stauraum von 1.353 Litern ergiebt – leider mit nicht ganz ebener Ladefläche.

Auf der nächsten Seite: Was das neue Allradsystem made in Austria kann und wie sich der Sportage III fährt.

Kia Sportage: Schon gefahren

Gewaltiger Schritt vorwärts: der neue S...  

Kein Vergleich mit dem Sportage II: der...  

Der große Kühlergrill mit der mittlerwe...  

DruckenSenden16.07.2010 von Christian Zacharnik

 
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