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Toyota GT86: Das Zahlenwunder

Mit dem GT86 knüpft Toyota ab Anfang September an die Tradition der kleinen und leichten Sportcoupés an. 200 PS und Heckantrieb sorgten bei der ersten Ausfahrt für reichlich Spaß.

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Einen Haken hat der Toyota GT86: Heuer kommen nur 280 Stück nach Österreich! 
86, dieser Zahl schenkte Toyota beim GT86 viel Aufmerksamkeit. In erster Linie soll sie an den leichten Heckantrieb-Sportwagen der 80er Jahre, den Corolla AE86, erinnern. Dass nach der Neuentwicklung des 2-Liter Boxer-Motors der Kolbendurchmesser und der Hub in Millimeter ebenfalls auf die 86 kommen, ist laut Toyota Product-Communication und Marketing-Operations Director Fabio Capano reiner Zufall. Auch, dass es anfangs 86 Länder waren, in die der GT86 verkauft werden sollte – mittlerweile sind es mehr 90. Einzig der Endrohr-Durchmesser der sportlich aussehenden und brachial klingenden Auspuff-Anlage sei absichtlich 86 mm groß gewählt worden.

Drehfreudig
Niedertourig Serpentinen hinaufcruisen mag der GT86 gar nicht gerne. Dafür fehlt seinem 200 PS-Boxer einfach das Drehmoment. Erst zwischen 6.400 und 6.600 U/min stehen maximal 205 Nm zur Verfügung. Soll heißen: Dieses Coupé schreit förmlich nach dem Ausdrehen aller sechs Gänge. Wer das beherzigt, darf sich über eine Beschleunigung von 7,6 Sekunden auf Tempo 100 freuen. Im ersten durchaus sportlich gefahrenen Test rund um die hügelige Gegend Barcelonas zeigte der Bordcomputer dabei einen Verbrauch von 8,3 Liter an. 7,8 sind es laut Toyota im Schnitt auf 100 km. Für 540 Euro Aufpreis übernimmt das Schalten eine etwas träge wirkende 6-Gang-Automatik. Unsere Empfehlung gilt daher dem sehr knackig zu schaltenden manuellen Getriebe.

Fahraktiv
Für möglichst viel Fahrspaß benötigt ein Sportwagen – zumindest wenn’s nach Herrn Capano geht – drei Dinge. Erstens: Einen Frontmotor und Heckantrieb. Zweitens: Keinesfalls einen Turbo und drittens einen möglichst niedrigen Schwerpunkt. Letzterer ergibt sich durch die flache Bauweise des Boxer-Motors und sorgt in Kombination mit den 1239 kg Leergewicht bei Bedarf für sportliches Fahrverhalten. Gut gelungen ist den Toyota-Ingenieuren das Fahrwerk. Es bietet zusammen mit den serienmäßigen 17-Zoll-Reifen einen guten Mix aus Härte und Abrollkomfort. Das VSC genannte ESP lässt im Sportmodus kleine Drifts zu, bevor es das 4,24 Meter kurze Coupé wieder sanft geraderückt. Wer möchte kann aber auch alle Fahrhilfen komplett deaktivieren.

Fazit & Preis
Toyota ist mit dem GT86 sicherlich eine der aufregendsten Neuerscheinungen des Jahres gelungen: Seine Langstrecken-tauglichen Sportsitze, der rotzfreche Sound und die schnitte Optik wissen beim ersten Test zu überzeugen. Schade nur, dass heuer lediglich 280 Exemplare den Weg nach Österreich finden. Auch für 2013 schaut’s mit 500 Einheiten nicht wirklich besser aus. Wer einen will, braucht also nicht einfach nur 33.684 Euro (Automatik-Version: 34.224 Euro) sondern auch noch etwas Glück. Der Vorverkauf startet am 15. Juni, die ersten GT86 werden erst etwas später Anfang September ausgeliefert. Immer serienmäßig an Bord: Zweizonen-Klimaautomatik, Multimedia-Audiosystem mit sechs Lautsprecher, Aux-In- sowie USB-Anschluss, Tempomat, getönte Scheiben, Schlüsselloses Zugangs- und Startsystem sowie Xenon-Scheinwerfer.

Toyota GT86: For Happy Dads

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DruckenSenden19.05.2012 von Raphael Gürth

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